Richard Schuberths im März erschienener Essayband – nominiert für den „Tractatus-Essaypreis“ des Philosophicums Lech und nunmehr in der vierten Auflage – sprach sich vor allem in den Sozialen Medien schnell als besonders scharfsinniges und zeitgemäßes Buch zu den jüngsten Auswüchsen des Antisemitismus herum. Der Wiener Autor beleuchtet bekannte und unbekannte Facetten eines kollektiven Wahns, der sich selbst nicht erkennen kann, weil er unter dem Banner der Global Justice agiert. Mit seiner ihm eigenen Fusion aus Essay, Satire und wissenschaftlicher Analyse ergründet der Autor auch die Mindsets der neuen Antisemiten und die verschiedenen Schichten der Projektion, die wie ein Peilsender stets ihr Israel finden. Schuberth sieht sein Buch als eine Bringschuld und als Herausforderung, die neuesten Metamorphosen des Antisemitismus anhand seiner Kontinuitäten und Brüche zu verstehen.
Richard Schuberth, 1968 in Ybbs an der Donau (Niederösterreich) geboren, schreibt in zahlreichen literarischen Gattungen, darunter Roman, Essay, Kurzgeschichte, Aphorismus, Lyrik und Drama. Zudem verfasst er wissenschaftliche Texte, Songs und gesellschaftskritische Satiren. Sein Werk ist geprägt von sprachlicher Präzision, geistigem Witz und scharfer Analyse.
📅 5. Oktober 2026
🕖 19 Uhr
📍 Galerie k’ (Alexanderstraße 9b // Viertel)